Mehr eine Fraktionssitzung als eine Bürgersprechstunde, aber mit vielen kontroversen Diskussionspunkten (von links): Kerstin Recklebe, Torsten Göhr, Mario Kannegießer, Ortsbürgermeister Manfred Grimm, Ulrich Wurbs, Uwe Klamm (alle ALC/SPD) und als einziger Gast Horst Kober aus Calbe. Foto: Andreas Pinkert

Das geplante Aufstellen eines Spielgerätes an der Bernburger Straße in Calbe stößt auf Ablehnung.

Schwarz/Calbe l Tischdecken, frische Blumen, Kaffeegedeck, Kekse: Ortsbürgermeister Manfred Grimm (Ehefrau Renate bereitet im Hintergrund vor) sorgt bei den Sitzungen im Bürgerhaus stets für eine gemütliche Atmosphäre. So auch am Donnerstag. Da hatte die ALC/SPD-Fraktion des Calbenser Stadtrates am späten Nachmittag zu ihrer zweiten Bürgersprechstunde eingeladen. Als einziger Gast erscheint der Calbenser Horst Kober, selbst ehemaliger Stadtrat und Ausschussvorsitzender für die CDU/FDP-Fraktion. Wahrscheinlich lockt das hochsommerliche Wetter mehr als die Veranstaltung, in der kommunalpolitische Belange zur Diskussion kommen. „Wir hatten mit mehr Gästen gerechnet“, sagt Fraktionschef Mario Kannegießer, denn: Im Frühjahr folgten deutlich mehr Interessenten der Einladung ins Hotel „Zur Altstadt“.



Der kleine Kreis hindert die Anwesenden allerdings nicht, mehr als zwei Stunden über zahlreiche Themen zu diskutieren. Einen Punkt bringt Horst Kober auf die Agenda: Die geplante Aufstellung eines Spielgerätes in der Bernburger Straße. Der Stadtrat hatte in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für das Spielschiff mit Fallschutzmatten und einem Bodytwister für Senioren gestimmt (Volksstimme berichtete).

„Das kann nicht ernst gemeint sein. Wie kann man ausgerechnet an dieser Stelle so etwas aufstellen?“, schüttelt Kober den Kopf. Er sei ausdrücklich für Spielgeräte, doch die ausgesuchte Stelle sei für Kinder wegen des Verkehrs und der benachbarten Saalemauer viel zu gefährlich. „Ich sehe dort oft Radwanderer, die auf den Bänken im Schatten der großen Bäume eine Pause einlegen“, sagt Kober. „Und genau diese Bäume sollen nun weg?“ Es gebe viele andere Stellen in der Stadt zur Errichtung eines Spielgerätes. Eine Meinung, die viele Bürger vertreten, allerdings oft nur hinter vorgehaltener Hand.

An dieser Stelle der Bernburger Straße soll ein großes Spielgerät in Form eines Schiffes entstehen. Die beiden Bäume samt Sitzgelegenheiten sollen ...

Nach dem Stadtratsbeschluss berichtet der Elbe-Saale-Rundblick am 18. August über das Spielgerät in der Bernburger Straße. Foto: Andreas Pinkert

Rudolf Conrad, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, gehört hingegen zu denjenigen, die kein Blatt vor den Mund nehmen. „Darüber muss noch einmal diskutiert werden, der Standort ist mehr als unglücklich gewählt“, meint auch Conrad gegenüber der Volksstimme. Neben den Sicherheitsbedenken zerstöre ein derart großes Spielschiff aus Kunststoff die Silhouette an der Saalemauer. Das passe einfach nicht ins Bild. Man müsse noch einmal über alternative Standorte diskutieren.

„Uns gegenüber haben viele junge Eltern den Vorschlag gelobt“, verteidigt Stadtrat Torsten Göhr, dessen Fraktion zu den Befürwortern des Vorhabens zählt und selbst für die Aufstellung eines Kletterturms zwischen Kirchplatz und Ritterstraße wirbt. Zudem müssten sich die Kraftfahrer in der Bernburger Straße sowieso an die Schrittgeschwindigkeit halten.

Bürgermeister Sven Hause betont, dass diese Variante „natürlich nicht in Stein gemeißelt“ sei. Jeder Stadtrat habe die Möglichkeit, sein Initiativrecht zu nutzen, einen Vorschlag einzubringen und darüber abstimmen zu lassen.

Bei der Sprechstunde wurde außerdem unter anderem die lange Vollsperrung der Kanalgasse, eine steil abfallende und damit gefährliche Böschung am Mühlgraben, der Herstellungsbeitrag II für Altanschließer, mangelnde Mäharbeiten in Norderney und die Überfahrt zum Hohendorfer Busch als neuralgischer Punkt bei einem neuen Hochwasser angesprochen.

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